Krankheiten beim Kartenlegen benennen

21 April 2006 | Rubriziert in: Kartenlegen

Die Fähigkeit eine Krankheit genau benennen zu können, hat überhaupt nichts damit zu tun ob man bereit ist diese Information dem Fragesteller mitzuteilen.

A) Die Fähigkeit: Ohne Anhaltspunkt(e) (also Andeutungen bzw. Vorinfos etc.) können das nur wenige Kartenleger. Caroline hat vollkommen recht sich zu bemühen es eines Tages mit dieser Präzision zu schaffen. Aber Caroline, es können zu wollen um zu beeindrucken ist ein falsches Motiv. Grundsätzlich kann man auf alle Fälle sagen; egal welches Thema gefragt ist, je genauer umso besser!

B) Die Moral: Die “selffullfilling prophecy” (sich selbsterfüllende Prophezeiung) ist eine Erfindung des wissenschaftlichen Stiefkindes, welches Psychologie genannt wird. Dieses Stiefkind rang im 20 Jahrhundert nach einer Erklärung für unerklärliches. Es wurde mit der o.a. Bezeichnung eine Schublade gebastelt, in die dieses Kind dann endlich vieles von dem hineinstecken konnte und kann, bei dem es keine aus seiner Sicht plausiblen Zusammenhänge herstellen konnte und kann.

Ich empfehle den Beitrag: “Das Kartenlegen und die Bilder- oder Märchenbücher” zu lesen und darf weiterhin staunen mit welch göttlicher Differenziertheit zum Beispiel eine Frau Glaser und andere Experten auf großen Lines, oder in Astro TV Sendungen, anderen Menschen ihr ebenso göttliches Wissen “verantwortungsbewusst und liebevoll” vermitteln. Da könnten sogar die anderen Götter “ich meine die in weiß” noch einiges lernen.

Was mich betrifft:

Wenn ich zu einem Mechaniker geh und der tauscht mir bei einem Getriebeschaden die Zündkerzen aus (damit mir das billiger kommt), dann bin ich sauer.

Wenn ich zu einem Arzt geh und der verschreibt mir was gegen Blinddarmreizungen, nachdem ich eine Gallenkolik hatte (weil er ja schließlich kein Hellseher ist und mich deshalb nicht ins Krankenhaus schickt), dann bin ich sauer.

Und wenn ich zu einem Wahrsager gehe und der sagt mir halbangedeutet un- oder halbwahres (weil er zwar gern mein Geld nimmt, mich aber vor der Wahrheit “liebevoll” verschonen will) dann bin ich sauer.

Wahrscheinlich macht mich alles was weniger weh tut nur deshalb sauer, weil es schlicht und ergreifend falsch ist.

Übrigens, die Wahrheit an sich kann NIEMALS falsch sein! Wer sie tatsächlich kennt, aber nicht vermitteln kann, sollte mehr über sich und sein Können als Kartenleger und Kartenlegerin als über die Wahrheit nachdenken!


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2 Kommentare
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  1. Leute die lernen und Fragen stellen, wenn sie auch noch so blöd sind, lacht man nicht aus.

    Die eigentliche Frage in dieser Diskussion lautete ja: Muß eine gute Kartenlegerin den Leuten sagen können das sie z.B. Probleme mit der Schilddrüse haben oder hatten? Ich hab mit NEIN gestimmt.

    Denn die Frage lautete ja ob ein guter Kartenleger die Krankheit benennen können MUSS. Die, die das (noch)nicht können, sind nicht automatisch schlechte Kartenleger nur weil sie es eben (noch) nicht können.

    Die, die aber erst gar nicht danach trachten es eines Tages doch zu können, schon eher, weil man es in dem Fall so halten kann wie Friedrich Dürrenmatt, der da meinte: “Der Wissende weiß, dass er glauben muß”

  2. In einem Esoterik Forum gab´s mal ein Riesentheater wegen so einer Geschichte, eine Person hatte eine große Tafel eingestellt und wurde auf eine mögliche Krankheit hingewiesen. Sie hat dann ziemlich geschockt und meiner Meinung nach übertrieben reagiert (wenn man sowas nicht verträgt, soll man seine Karten nicht in ein Forum stellen) und es gab ne Riesenaufregung, weil sich noch mehr Leute eingeschaltet haben, aber im Endeffekt ist die Person dann zum Arzt gegangen - und es hat gestimmt!

    Also: Ich bin DAFÜR. Natürlich ersetzt eine Legung keinen Arztbesuch, aber das Thema sollte auf jeden Fall zur Sprache gebracht werden. Ich kenne auch Leute, die vorher mit ihrem Kartenleger ausmachen, dass das Thema Krankheit und Tod vom Tisch bleiben soll.

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