Psychotherapie im Netz

26 März 2008 | Rubriziert in: Gesundheit

Egal ob Depressionen, Traumabehandlung oder Burn-out-Symptome – immer öfter suchen sich Patienten ihren Psychiater im Internet. Erfolge lassen sich durchaus vorweisen, doch Kritik bleibt nicht aus.

Bart Schrieken ist klinischer Psychologe in Amsterdam. Er hat schon zahlreiche Patienten erfolgreich behandelt, doch viele von ihnen hat er nie gesehen. Schrieken ist Mitbegründer von «Interapy», einer virtuellen Praxis zur Behandlung psychischer Erkrankungen mit den Möglichkeiten des Internets. Eine persönliche Begegnung zwischen Patient und Therapeut gibt es dabei nicht. Ein Unding für Traditionalisten, doch in den Niederlanden zahlen sogar die Krankenkassen für die Psychobehandlung am Computer.

Besonders interessant für jene Kartenleger/innen die immer wieder meinen, sich berufen zu fühlen auf Krankheiten zu legen…

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4 Kommentare
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  1. Ist es nicht auch für eine erfolgreiche Therapie notwendig, dass eine Beziehung zwischen Therapeut und Patient aufgebaut wird? Im Netz kann der Patient doch erzählen, was er will, ohne dass der Therapeut sagen kann, es ist wahr oder gelogen. Das ist eine Behandlungsmethode, wo ich sage, da sollte man sich nicht unbedingt den Fortschritt des Internets zu nutze machen, sondern beim alten und persönlichen Gespräch bleiben.

  2. So wie es sich im ganzen Bericht liest, fummeln die nur an den ganz “leichten Fällen” rum ;-)

  3. Ich bin Heilprakterin für Psychotherapie und biete neben meiner “normalen” Arbeit in der Praxis auch Beratungen über das Internet an, wobei man da schon sagen muß, das dem ganz klar Grenzen gesetzt sind und weder schwerere psychische Störungen therapiert werden können (und auch nicht dürfen, zumnidestens in Deutschland nicht) noch eine Therapie, die eine enge Therapeut / Patientenbindung erfordert durgeführt werden kann.
    Was geht ist Prävention und Beratung, aber auch Begleitung bei Verhaltensumstellungen und Motivation, ich sehe das alles aber eher als Coaching und nicht wirklich als Therapie.

  4. Naja, aber hat nicht jede Therapie irgendetwas mit Verhaltensumstellung, Umdenken und Vermittlung positiver Gedanken zu tun? Wie soll das übers Internet funktionieren? Ist da nicht die Gefahr ziemlich groß, dass man sich mehr oder weniger einem Schein hingibt und am ende das böse Erwachen folgt? Und wie soll Prävention betriebenwerden, wenn die wenigsten wissen und akzeptieren, dass sie auf dem Weg sind, psychisch zu erkranken?

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