Osho Zen Tarot

15 Mai 2008 | Rubriziert in: Kartenlegen

Das Osho Zen Tarot ist anders als andere Tarotdecks, es beschäftigt sich mit der Gegenwart, mit der aktuellen Situation und Befindlichkeit. Das Tarotset beinhaltet 79 Karten mit den Symbolen “Feuer”, “Wolken”, “Wasser” und “Regenbögen”. Vergleicht man diese Symbole mit denen der klassischen Tarotkarten, stellt man fest, dass Feuer den Stäben, Wasser den Kelchen, Wolken den Schwertern und Regenbögen den Scheiben/Pentakeln entspricht.

Die Tradition des Tarot kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, deren Anfänge im Dunklen liegen, viele glauben, dass die Priesterinnen in Atlantis vor dem Untergang ihr Wissen in komprimierter Form festhalten wollten, manche meinen die Ägypter haben den Tarot erfunden, da Ägypten schon seit jeher die Quelle von Weisheit und Wissen war. Wieder andere benennen die Roma und Sinti, die Zigeuner als Eltern des Tarot.

Der Namensgeber des Osho Zen Tarot ist der Gründer der Neo-Sannyas-Bewegung, einer neuen spirituellen Bewegung mit Sitz in Indien. Osho, wie er sich nach mehreren Namensänderungen nannte, vertrat die Ansicht, dass Gott nur eine reine Erfindung der Menschheit sei, dass die Religion als “Opium für das Volk” eine Möglichkeit sei, die Menschen zu unterdrücken. Er glaubte an die Selbstverantwortlichkeit der Menschen, daran dass alle gleich sind. Das Osho Zen Tarot soll in einem Zustand tiefer Meditation “gespielt” oder gelegt werden, aus dem heraus das Unterbewusstsein zu sprechen beginnt und wir Antworten aus uns selbst heraus erhalten. Das Zen ist die absolute Leere, keine Gedanken kreuzen das Bewusstsein, wir leben vollständig im Hier und Jetzt und sammeln so unsere Energie.

Man sollte das Osho Zen Tarot deshalb nur in einem Zustand kompletter Entspannung praktizieren, da sonst keine klaren Aussagen getroffen werden können und das Ergebnis verschleiert wird. Sind wir also in so einer entspannten Haltung, mischen wir die Karten, versuchen dabei an nichts bestimmtes zu denken und breiten die Karten dann mit der Rückseite nach oben vor uns in einem Fächer aus. Dann ziehen wir, am besten mit der linken Hand, eine Karte und lassen uns von ihrem Bild inspirieren. Für jeden können die Bilder eine andere Bedeutung haben, deshalb sollte man sich mit den Erklärungen im dazugehörigen Buch nicht zu sehr identifizieren, sie sind nur als Anhaltspunkt gedacht.

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