Mutterliebe
3 Juli 2008 | Rubriziert in: NewsAuch wenn sich die Ideale in unserer Gesellschaft schon längst verschoben haben und die Mutterschaft vielen Frauen nicht mehr so erstrebenswert erscheint, so sind die Erfahrungswerte um das Thema in der Menschheitsgeschichte doch weitgehend gleich geblieben. Ein Kind zu haben, erscheint heute vielen Menschen als purer Luxus. Und wenn man die Qualität und Intensität der mütterlichen Gefühle beleuchtet, so stimmt das auf jeden Fall.
“Noch zwei Monate bevor ich mich entschloss Mutter zu werden, wusste ich gar nicht, ob ich Kinder überhaupt mag. Doch dann kam es einfach über mich. Ob höhere Erkenntnis oder biologische Uhr, die Ursache ist nicht klar, aber es war für mich das intensivste Erlebnis meines bisherigen Daseins.” Frauke, eine moderne und äußerst unabhängige Schütze-Frau entschied sich mit 35 Jahren spontan dazu. “Der ganze Job war total organisiert, lief blendend und fast schon emotionslos ab. Sitzungen und Gespräche waren voraussehbar. Ich hatte die Lage im Griff. Es fehlte wohl so ein richtiges Aha-Erlebnis.
“Als Karsten, ihr Skorpion-Ehemann, mehr aus Spaß heraus sagte: „Wenn dir Herausforderungen fehlen, dann werde Mutter.”, wusste sie, dass er Recht hatte. “Mit der Geburt meiner Tochter kam eine neue Dimension der Liebe in mein Leben. Eine Liebe, die jede Herausforderung rechtfertigte.”
Eine äußert schwierige, aber nicht minder intensive Erfahrung machte Irmgard mit ihrer Tochter Bärbel. Die fröhliche, gepflegte Waage-Frau verlor ihre 23-jährige Tochter durch einen Autounfall. Nach immerhin 10 Jahren ist das Ereignis noch immer so präsent für sie, als wäre es gestern gewesen. “Die Liebe für meine Tochter und all die Erinnerungen an sie, erfüllen mein Herz noch immer. Hätte ich meinen Sohn nicht gehabt, wäre ich an dieser Tragödie zerbrochen. So hat mich letztendlich nur die Liebe zu einem Kind gerettet, den Verlust eines anderen Kindes zu tragen.”
Aus manchem Schicksalsschlag wird am Ende doch noch ein großes Glück. Dies erfuhr Nadine, eine Wassermann-Frau, die mit 24 Jahren ungewollt schwanger wurde. “Meine katholische Erziehung machte es mir unmöglich, mich gegen das Kind zu entscheiden. Doch die Schwangerschaft war ein Martyrium, ich wehrte mich regelrecht gegen das Leben, welches in mir entstand. Mein Freund bekannte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten jedoch zu mir, was mir sicher half. Als ich meinen kleinen Sohn dann nach der Geburt in den Armen hielt, überkam mich schon ein gewisser Stolz.” Nach und nach überwand sie die inneren Hürden und ist heute absolut davon überzeugt: “Für meinen Sohn würde ich alles auf mich nehmen, denn er ist die eigentliche große Liebe meines Lebens. Wer hätte das gedacht.”
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Ich denke, so wie eine Mutter für ein Kind fühlt, kann das ein Vater nicht einmal annähernd. Eigentlich gehe ich als Mann davon aus, dass die Schwangerschaft allein eine enorme bindung zwischen Mutter und Kind mit sich bringt, wo man als vater außen vor ist. Allerdings hört man immer wieder von tragischen Schicksalen, wo diese Bindung anscheinend nie wirklich gereift ist und auch der Anblick des Neugeborenen nicht ausreicht, um die Mutterliebe zu entfachen, so dass diese Mütter ihr Kind dann wie Abfall entsorgen.
Wenn ich meiner Frau manchmal so zusehe und zuhöre, wenn sie darüber nachdenkt, was wäre wenn (zumeist im Zusammenhang mit solchen tragischen Nachrichten) dann sagt sie auch, dass sie daran zerbrechen würde, wenn unser Kind vor uns gehen würde. Sie sagt: “Nichts ist schlimmer, als wenn man sein eigenes Kind zu Grabe tragen muss!”