Das Kartenlegen und die Bilder- oder Märchenbücher 2

6 Juli 2008 | Rubriziert in: Gedanken

Zur allgemeinen Beruhigung kann ich sagen, da gibt es auch ein Buch von einer anderen Autorin, mit vielen Kombinationen, dem man als “Basiswerk” durchaus eine gewisse Anspruchsberechtigung geben kann. So ein Werk kann aber beim Kartenlegen bestenfalls eine Art Grundlinie sein, von der man sich beim eigenen Wirken, immer und jederzeit meilenweit entfernen kann, zumindest wenn man das Kartenlegen irgendwann beherrschen will.

Hierzu möchte ich auch anmerken, dass es meines Wissens nach überhaupt kein Werk darüber gibt, was die einzelnen Zigeunerkarten bedeuten - wenn sie denn mal umgedreht erscheinen. Das ist nämlich ein ganz wesentlicher Aspekt beim “konkreten” Kartenlegen. (Also Legungen wo es weder um eine dubiose Lebensberatung und schon gar nicht um allgemeines Blah Blah Blupp geht) Wie auch immer, jedenfalls muss ein/e Kartenleger/in auf Grund seiner/ihrer Fähigkeiten im Stande sein, einen Sachverhalt ohne jegliche Vorinformation zu erkennen. Weiteres muss er/sie auch den Mut haben sich festzulegen, denn wie sollte man jemanden vertrauen können, der selbst unsicher ist weil er sich selbst nicht traut. Hier könnte ich noch viel dazu sagen, aber ich will die Nerven derer, die sich durch diesen Beitrag angegangen fühlen nicht überstrapazieren.

Die Karten und die Legetechniken

Es muss einmal ganz klar gesagt werden, dass die Karten selbst recht wenig aussagen, selbst wenn die Bilder noch so kräftig sind und in den vielen Kombination oft sehr verführerisch wirken. Es tauchen bei meinen Legungen immer wieder mehr oder weniger “schöne Bilder” auf, wo ich das definitive Gefühl habe, dass es so nicht sein kann! In diesen Fällen gäbe es natürlich auch eine schöne Geschichte, nur “ich weiß dann” dass sie nicht zutrifft. Die Karte Feind beispielsweise, kann wenn sie umgedreht erscheint: Ein nicht erkennbarer Feind sein, könnte auch in den aller seltensten Fällen ein Freund sein, könnte das Misslingen einer Aktion eines Feindes bedeuten, usw. Sie kann aber auch nicht lesbar sein, manchmal (Das gilt natürlich für alle Karten)!

Das Kartenlegen ist eine Ausdrucksform einer “Angelegenheit” welche aus den Tiefen des Inneren herrührt. Der, der zu denken beginnt, ist schon so gut wie gescheitert.

Die Experten der Naturvölker nehmen oft Steine, kleine Äste, Blätter, oder Knöchelchen und werfen sie auf den Boden. Dann “lesen” sie daraus, das ist doch okay und dieses Prozedere sagt nicht mehr oder weniger aus als ein Kartenbild selbst, oder meinetwegen der Urin eines toten Elches, oder was weiß ich was.

Es kommt daher auf keine besonders tolle Legetechnik oder wichtige Bilderklärungen an. Das alles ist pseudowichtiges “Herumgetue”, wo auch immer wieder die sogenannten “Experten” rein logisch etwas zu erklären und zu vermitteln versuchen, was aber auf dieser Schiene so nicht erklärbar ist. Ich verstehe jedoch, dass sich Neulinge zuerst an Basiswerke und die Erfahrungen anderer “klammern”. Genau aus dem Grund schreibe ich das hier, um diesen Leuten zu sagen: “Okay, schaut und hört euch alles an - aber danach vergesst es so schnell als möglich wieder.

Denn das worum es dabei wirklich geht, das ist nichts anderes als der Zugriff auf die eigene Intuition, welche wiederum ihrerseits zugreift auf das, was zum Beispiel der Gehirnforscher Gerhard Roth, die “Objektive Realität” nennt.”

In dieser “Objektiven Realität” gibt es u.a. eine Art “Informationsschiene”, weshalb es beispielsweise relativ einfach ist mit großer Genauigkeit detaillierte Informationen über völlig fremde Personen abzugeben. Übrigens, nur um Missverständnissen vorzubeugen das Lebensbuch, oder die sogenannte Akasha Chronik ist das aber nicht!

Doch nun wieder zum Wesentlichen: D.h. jene die aus Karten lesen wie aus Bilderbüchern, werden auch jene Märchen erzählen, die üblicherweise in Bilderbüchern stehen. Sie werden schlussendlich sich selbst und jene die sie “ach so liebevoll beraten” wollen, mehr oder weniger bewusst belügen. Und weil das so vielen passiert, wird schon im Vorfeld ausgehorcht, der Bogen der Aussagen wird bewusst weit gespannt und alles wird “sicherheitshalber” eher allgemein angelegt. Und warum - damit man dann notfalls mittels intensivem herumbiegen des Gesagten, den Kopf aus der Schlinge des Unwissens ziehen kann.

Na ja, das nennt sich dann “Lebensberatung” oder so irgendwie…
Ein/e gute/r Kartenleger/in legt sich fest, er/sie kann auch gegebenenfalls sagen: “Es tut mir leid, aber diese Frage kann ich nicht beantworten.” Ein/e Kartenleger sollte präkognitive Fähigkeiten haben und wenn er/sie sie noch nicht hat, dann sollte er/sie daran arbeiten. Ein Kartenlegen das Sinn macht, passiert aus der Mitte einer völligen Zentriertheit heraus und nicht aus dem Sammelsurium angelernter (meist subjektiver oder falscher) Informationen bzw. Bildinterpretationen. Neulinge sollten verstehen lernen, dass so etwas nichts mit einem Studium im klassischen Sinne zu tun hat, das ist ganz wichtig! Und sie sollten sich vor allem nicht so einen Quatsch wie Seminare einreden lassen, bei denen sie etwas lernen sollten, das wie erwähnt eben nicht lernbar ist.

Wird fortgesetzt… ;-)

Hier geht es zum vorherigen, ersten Teil: Das Kartenlegen …Teil 1 und hier zum dritten Teil: Das Kartenlegen … Teil 3

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