Rollentausch
19 Juli 2008 | Rubriziert in: NewsDie Gesellschaft befindet sich seit langem im Wandel. Frauen und Männer nähern sich an und werden sich doch nicht unbedingt ähnlich. Trotzdem gibt es inzwischen schon viele Beziehungsformen, in denen die Männer die traditionelle Rolle der Frau übernehmen. “Hausmänner” sind schon lange keine Seltenheit mehr und stellen eine Spezies dar, die häufig in besonders haltbaren Partnerschaften zu finden sind.
Richard, ein künstlerisch veranlagter Skorpion entlastet seine Frau Anne, eine unabhängige Schütze-Frau schon lange von Kindern und Haushalt. Er bleibt zu Hause und kümmert sich um alles, was anfällt. Er putzt, kocht, holt die Kinder vom Kindergarten bzw. der Schule ab und kümmert sich darum, dass das Gesellschaftsleben des Paares hervorragend gedeiht. Nebenbei malt er und träumt von einer Galerie. Anne bringt das Geld nach Hause, das sie bei einem Medienunternehmen verdient und ist heilfroh, dass es so läuft: “Richard ist ein toller Mann, der sensibel ist und keine Probleme mit seiner Männlichkeit hat. Es hat sich damals eben so ergeben und ich schätze ihn nur umso mehr, dass er es nicht nötig hat, den Macho zu mimen.”
Auch in der Ehe von Frederike und Michael ist das so. Frederike, eine ehrgeizige Steinbock-Frau, arbeitet in der Werbebranche und hat es dort ganz nach oben geschafft. Michael, der gepflegte Löwe, hat zwar ein Studium absolviert und ist Diplomkaufmann, doch das Konkurrenzgerangel in den Firmen, in denen er tätig war, hatte er bald satt. Da er von seinem Vater ein wenig Geld erbte, wollte er zunächst eine kleine Auszeit von seinem Job nehmen und sich um die kleine Tochter kümmern, die gerade auf die Welt gekommen war. Und dabei blieb es auch. Frederike verdient bis heute so viel Geld, dass die Familie gut davon leben kann. Außerdem sagt sie: “Mir ist es lieber, dass unsere Tochter so hervorragend und liebevoll von Michael betreut wird, als wenn sie ständig bei fremden Leuten sein müsste. Hätte sich Michael nicht so um sie gekümmert, hätte sie auch sicher nicht den Übertritt ins Gymnasium geschafft. Meine Tochter und ich sind unserem “Löwen” sehr dankbar und loben ihn auch immer gebührend, damit er seine Anerkennung bekommt.”
Diese Beispiele ließen sich beliebig fortsetzen. Flexibilität ist in unserer androgynen Gesellschaft eine tolle Sache und kann der Schlüssel zum Glück sein. Warum sollte es nicht funktionieren? Manchmal muss man einfach nur umdenken, wenn es die äußeren Umstände erfordern.
Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt! Bitte Lizenzbedingungen beachten!
Verwandte Themen:
» No related posts

[...] Uwe vom Blog Kartenlegen [...]