Rauchlesen - ein uraltes Ritual

13 August 2008 | Rubriziert in: Esoterik

Es ist faszinierend, in den Rauch einer Zigarette oder Kerze zu schauen. Wie flüchtig sind die Formen, die er annimmt, welch seltsame Figuren kann man darin erkennen, und wie schnell verwandeln sie sich wieder in andere, bis sie sich gänzlich auflösen. Kein Wunder, dass der Rauch auch als Mittel dient, einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Bei den indianischen Schamanen hat das Rauchlesen eine uralte Tradition. Aber auch bei uns ist das Ritual des Rauchlesens aus der Antike bekannt.

Um sich guten Einflüssen zu öffnen, verwenden viele Rauchleser Weihrauch. Der wird bekanntlich in christlichen Kirchen benutzt und soll die versammelte Gemeinde heiligen. Der Weihrauch hat die Eigenschaft einer Droge; er verändert bei hoher Konzentration den Geisteszustand.
Auch die Schamanen setzen ganz bewusst Drogen ein, um sich auf eine andere Wirklichkeit einzustimmen.

Wer im Rauch die Zukunft erkennen will, kann sich durch die richtige Auswahl des Brennstoffs ebenfalls leichter auf seine Aufgabe vorbereiten. Das normale Wachbewusstsein kann durch den Rauch abgeschwächt werden, und die inneren Sinne werden in ihrer Wahrnehmung verstärkt.
Diese Wirkung des Rauches kann manchen Rauchlesern helfen, sich leichter auf die Probleme des Ratsuchenden zu konzentrieren. Dabei muss sich der Berater von allen eigenen Fantasien und Vorstellungen frei machen, um wirklich nur die Antworten empfangen zu können, die den Fragesteller betreffen.

Der Rauch nimmt jeweils die Form an, die sich aus den physikalischen Gesetzen ergibt. Aber der Hellseher kann hinter die materiellen Erscheinungen blicken und daher im Rauch Menschen, Gegenstände und Ereignisse sehen, die im Leben des Ratsuchenden von Bedeutung sind.

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