Zigeunerkarten 10 bis 18
Beschreibung der Zigeunerkarten beim Kartenlegen.
Die Zigeunerkarten: № 10 - Fröhlichkeit
- ein Treffen, eine Zusammenkunft, ein Fest
- die Freude auch allgemein gesehen
- auch als öffentlich zu betrachten
- eine Herzlichkeit untereinander
- auch extrovertiert sein
Die Zigeunerkarte “Fröhlichkeit” versinnbildlicht die spielerische Leichtigkeit und die damit verbundenen angenehmen Gefühle. Immer dann, wenn die Fröhlichkeit beim Kartenlegen mit den Zigeunerkarten erscheint, deutet dies auf eine Zeit oder Phase im Leben hin, in der man verstärkt an Feierlichkeiten teilnimmt, oder sehr viele Einladungen zu Festivitäten bekommt. Die Fröhlichkeit ist gleichzusetzen mit guter Laune und entspanntem Spaß haben.
Die Zigeunerkarten: № 11 - Gedanken
- kann auch als junger Mann gedeutet werden
- die Gedanken im Allgemeinen
- auch negative Gedanken momentan und in Zukunft, selten Vergangenheit
- introvertiert, verschlossen sein, Charakter
- ablaufender Prozess des Nachdenkens bei Problemen
- Hinweise auf die Psyche - umliegende Karten
Die Zigeunerkarte “Gedanken” steht bei Kartenlegen mit den Zigeunerkarten für das Ereignis “Denken”. Die Karten die um diese Zigeunerkarte liegen sind hierbei in den Gedanken des Fragestellers von großer Bedeutung. Wie bei allen Zigeunerkarten ist hierbei die Kombination von besonderer Bedeutung. Liegt hier zum Beispiel der Offizier, scheint der Fragesteller an eine Amtsperson, oder eine Person in der Öffentlichkeit zu denken. Liegt hierbei die Krankheit, scheint sich der Fragesteller über Gesundheit Gedanken zu machen bzw. scheint grundsätzlich trübe, kränkelnde Gedankengänge zu haben. Umso näher diese Karte an der Personenkarte im Zigeunerkarten-Deck liegt, umso wichtiger sind diese Gedanken für die Person. Ebenso ist von Bedeutung, ob die Gedanken hinter oder vor der Personenkarte liegen, da dies eine Aussage über Vergangenheit oder Zukunft sein kann.
Die Zigeunerkarten: № 12 - Geistlicher
- Person die über den Dingen steht
- Spiritualität und Religion
- ebenfalls richtiger Weg
- eine Entwicklung verläuft sehr positiv
- etwas ist von einem guten Geist, von einem besonderem Segen begleitet
Die Zigeunerkarte Nr. 12, der Geistliche, ist geprägt vom Welt- und Gedankenbild des 19. Jahrhunderts. Als Personenkarte deutet sie auf jemanden hin, der gebildet ist, oder vielleicht selbst in Lehre oder Forschung tätig ist. In der Regel sind diese Menschen auch Führungspersönlichkeiten, die nicht nur wissen was sie wollen, sondern auch anderen mit Rat und Tat gewissenhaft zur Seite stehen. Immer ist das Leben einer solchen Person von religiösen und spirituellen Idealen geprägt und ausgefüllt. Häufig sind solche Menschen auch medial veranlagt. In jedem Fall deutet diese Karte beim Kartenlegen darauf hin, dass auf dem was die betreffende Person zu tun anstrebt, ein besonderer Segen ruht.
Die Zigeunerkarten: № 13 - Geld
- viel Geld
- Reichtum im materiellem Sinne
- eine Erbschaft
- materieller Besitz
- Person besitzt Ehrgeiz und Eitelkeit
Zu den beliebtesten Zigeunerkarten gehört die Karte Nummer 13 - “Geld”. Sie gehört zu den Ereigniskarten. Hierbei steht diese Karte in erster Linie für finanzielle Fragen und Belange. Die Karte Geld bei den Zigeunerkarten ist an sich eine neutrale Karte. Wichtig hierbei ist die Kombination mit den umliegenden Karten. Liegt zum Beispiel der Dieb neben dem Geld, ist ein Verlust oder Diebstahl von Geld zu erwarten. In Kombination mit einem Brief, wird an dieser Stelle zum Beispiel eine finanzielle Nachricht gedeutet. Bei der Kombination mit der Karte Gewinn oder Glück kann man sogar von einem Geldgewinn sprechen. Neben der Kombination mit den umliegenden Karten ist bei den Zigeunerkarten auch die Lage zu den Personenkarten wichtig. Liegt das Geld im Rücken der Personenkarte, liegt das finanzielle Ereignis in der Vergangenheit. Befindet sich diese Karte vor der Person, ist ein Geldereignis zu erwarten.
Die Zigeunerkarten: № 14 - Geliebte
Die Geliebte gehört zu den so genannten Personenkarten bei den Zigeunerkarten. Handelt es sich beim Fragesteller um eine Frau, wird sie von dieser Karte symbolisiert. Bei einem männlichen Fragesteller ist die Geliebte die weibliche Hauptperson.
Da es sich um eine Personenkarte handelt, hat diese Karte alleine keine besondere Bedeutung. Wichtig ist hierbei die Konstellation beim Kartenlegen zu den anderen Eigenschafts- und Ereigniskarten, die im Bezug zu dieser Personenkarte stehen. In erster Linie werden die Karten gedeutet, die in direkter Umgebung oder auch Legelinie zu dieser Personenkarte stehen. Liegt zum Beispiel ein Brief im Rücken, hat die Person in der Vergangenheit eine Nachricht erhalten oder liegt vor ihr die Zusammenkunft, hat sie ein Treffen zu erwarten.
Die Zigeunerkarten: № 15 - Geliebter
Im Kartendeck der Zigeunerkarten nimmt der Geliebte eine zentrale Bedeutung ein. Keine andere Karte steht so wie sie für die großen Themen, die die Menschen zu allen Zeiten und in allen Kulturen immer wieder beschäftigen: Liebe und Freundschaft. Natürlich werden erfahrene Kartenleger/innen immer die umliegenden Karten beim Kartenlegen mit einbeziehen, um genau sagen zu können, welche Tendenzen sich in der Liebe oder den Freundschaften der Hauptperson gerade widerspiegeln oder es künftig tun werden. Aber auch die Karte selber, beziehungsweise ihre Positionierung im gesamten Deck sagt etwas Besonderes aus. Ist die Fragestellerin weiblich, so bezieht sich die Karte auf ihren Partner, ist der Fragesteller männlich, so liegt die Karte für ihn selbst. Ganz oben im Kartendeck bedeutet immer: Alles unter Kontrolle, ich meistere was auch immer mir gerade begegnet gelassen und souverän. Taucht der Geliebte ganz am Rande des Blattes auf, dann bedeutet dies, dass die Hauptperson oder ihr Partner gerade auf eine turbulente Phase in seinem Leben zurückschaut und diese zunächst erst einmal Revue passieren lassen muss. Ist die Legung so, dass der Geliebte in das Deck hineinschaut, dann deutet dies meistens darauf hin, dass Veränderungen auf dem Weg sind, denen er sich stellen muss. Gleichzeitig heißt der Blick nach vorne aber auch ein sich Abwenden von vergangenen Ereignissen und eine Offenheit für Neues in Sachen Liebe und Freundschaft.
Die Zigeunerkarten: № 16 - Geschenk
- unerwartetes Geschenk
- ein positives Ereignis kommt auf die Person zu
- wenn Zuwachs, dann umliegende Karten besonders beachten
- eine positive und/oder überraschende Wendung
Ein Geschenk ist eigentlich immer etwas Positives. Und genau so stellt sich diese Karte im Deck der Zigeunerkarten auch dar. Nicht immer ist damit etwas Materielles gemeint, denn ein Geschenk kann es auch sein, wenn ein Mensch uns in einer bestimmten Situation seine Zuneigung und Gewogenheit zeigt. Fast immer aber ist ein Geschenk etwas Unerwartetes, mit dem wir nicht gerechnet haben. Deshalb wird in vielen Legungen beim Kartenlegen das Geschenk auch als ein positives Ereignis gedeutet, das auf den Fragesteller demnächst zukommt. Im Gesamtzusammenhang der Legung betrachtet, kann sich hinter dem Geschenk aber auch eine Aufforderung an den Fragesteller selber verbergen. Vielleicht gibt es eine zwischenmenschliche Beziehung, die er mehr beachten muss - damit macht er dann seinem nächsten Umfeld ein Geschenk in dieser Hinsicht. Vielleicht war auch eine negative Erfahrung gerade in diesem zwischenmenschlichen Bereich im Nachhinein betrachtet ein Geschenk. Nun kann man wieder frei durchatmen, hat aus der Trennung das Positive für sich gezogen. In jedem Fall aber werden umliegende negative Karten beim Kartenlegen durch das Geschenk abgemildert!
Die Zigeunerkarten: № 17 - Glück
- die Glückskarte im Allgemeinen
- das Vorhaben scheitert nicht
- die Umstände sind sehr positiv
- es könnte nicht besser sein
In der Umgebung dieser Karte werden alle anderen Karten vom positiven Einfluss des Glücks überstrahlt. Selbst zunächst groß und schwerwiegend erscheinende Probleme des Fragenden beim Kartenlegen sind an der Seite des Glücks nur von kurzer Dauer. Je näher die Glückskarte bei der Personenkarte des Fragestellers liegt, desto stärker ist ihr Einfluss. Natürlich kann diese Zigeunerkarte auch positiven Einfluss in Gelddingen bedeuten, wenn sie die richtigen Umgebungskarten hat. Aber das Glück hat eine ganz eigene Energie, häufig kommt es uns dann über den Lebensweg gelaufen, wenn man gar nicht (mehr) damit gerechnet hat. Nicht umsonst sagt der Volksmund deshalb: Das Glück ist nicht käuflich!
Die Zigeunerkarten: № 18 - Haus
- der ganz privater Bereich
- etwas, oder es hat ein stabiles Fundament
- natürlich auch Gebäude
- Home sweet home
Ein Haus hat viele Fenster und aus jedem von ihnen bietet sich dem Betrachter ein anderer Blickwinkel. So ähnlich verhält es sich beim Kartenlegen auch mit der vielschichtigen Bedeutung der Hauskarte. Natürlich steht es konkret betrachtet für das eigene Heim, in dem man liebt und lebt. Darüber hinaus symbolisiert es aber auch den gesamten Bereich der privaten Beziehungen. In der Regel bedeutet das Haus in Verbindung mit Karten, die für Freundschaft oder Liebe stehen, dass diese Beziehungen auf einer soliden Basis stehen. Gleichzeitig ist aber das Haus selbst ein unbewegliches Objekt. In manchen Legungszusammenhängen beim Kartenlegen deutet es deshalb darauf hin, dass der Fragesteller seine Position noch einmal überdenken sollte. Ist man vielleicht zu statisch in den eigenen Meinungen und Ansichten? Muss eine Sichtweise verändert werden? Wer das Leben wie ein Haus voller Zimmer betrachtet, die er durchschreitet und so immer wieder einen neuen Blickwinkel einnimmt, wird es in seiner ganzen Vielfalt und Fülle erfahren.
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